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Politik

Die erste Frauenministerin Österreichs

zum Internationalen Frauentag am 8. März
Die österreichische Politikerin Johanna Dohnal, die mit unermüdlichem Einsatz für die Gleichstellung der Frau in Staat und Gesellschaft gekämpft hat, ist am 20. Februar 2010 verstorben.

Johanna Dohnal wurde 1979 von Bruno Kreisky als Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen in die Regierung berufen. Zuvor war sie sozialistische Bezirksrätin, Landesfrauensekretärin der SPÖ Wien, Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin in Wien. Die Liste ihrer Errungenschaften, die uns heute so selbstverständlich scheinen, ist lang:

Auf Dohnals Initiative entstand 1978 das erste Frauenhaus in Wien. Sie setzte zahlreiche gesetzliche Verbesserungen vor allem für die berufstätigen Frauen durch. Außerdem engagierte sie sich in der Friedens-, der Bildungs- und der Entwicklungspolitik.

1990 bis 1995 wurde aus der Staatssekretärin eine Bundesministerin für Frauenangelegenheiten.

Anfang der 1990er-Jahre wurden in Österreich elementare Frauenrechte wie die Beseitigung der Amtsvormundschaft bei ledigen Müttern, das Recht zur Betretungsverweigerung bei Gewalt in der Ehe und das gesetzliche Verbot der sexuellen Belästigung auf Initiative Dohnals gesetzlich festgeschrieben.

1993 wurden Gleichbehandlungsgesetze für den öffentlichen Dienst verabschiedet und an den Universitäten und Ministerien eine „Frauenquote” eingeführt.

Zitat: „Die Vision des Feminismus ist nicht eine weibliche Zukunft. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.”

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